Urheberrecht

Das Recht der Künstler und Kreativen

Worum geht es im Urheberrecht?

Galeriesaal der Stadtbibliothek Stuttgart

Das Urheberrecht schützt geistige Leistungen literarischer, künstlerischer und wissenschaftlicher Art. Leistungen, die in Filmen, Büchern, Blogs, Musikstücken, Fotografien, Computerprogrammen, Architektenplänen, Gemälden, Skulpturen, Theateraufführungen oder Werbegrafiken zum Ausdruck kommen.

Das Urheberrecht ist für die Kreativwirtschaft und damit sowohl für Urheber (Autoren, Musiker, Fotografen usw.) als auch für Verwertungsgesellschaften (GEMA, VG Wort GVL etc.) und Verwerter (Verlage, Labels, Sendeunternehmen etc.) von erheblicher Bedeutung. Beim Entwickeln neuer Geschäftsmodelle stellt sich die Frage, welche Nutzungsrechte benötigt werden und wie diese Rechte bei Verletzungen durchzusetzen sind. Der Urheber muss angemessen vergütet werden und will sichergestellt wissen, dass sein Werk Verbreitung findet. Andererseits wollen Veranstalter Klarheit darüber haben, welche Zahlungen sie an Verwertungsgesellschaften zu leisten haben. 

Das Urheberrecht beeinflusst kreative Prozesse. Für einen Dokumentarfilmer stellt sich beispielsweise die Frage, ob er eine historische Filmaufnahme ohne die Gefahr verwenden kann, abgemahnt zu werden. Ein Bauherr, der ein in die Jahre gekommenes – aber architektonisch wertvolles - Gebäude umgestaltet, möchte wissen, ob Lizenzforderungen der Erben des verstorbenen Architekten berechtigt sind.

Neben diesem eher „klassischen“ Bereich wächst die Bedeutung des Urheberrechts für das Internet und im digitalen Umfeld.

Hier beeinflusst das Urheberrecht neue - auch nichtkommerzielle – Produktions- und Verbreitungsmöglichkeiten. Möglichkeiten, die Risiken und Chancen für Kreative, Verwerter und Nutzer mit sich bringen: Autoren stehen vor der Frage, ob es für sie besser ist, einen klassischen Verlagsvertrag abzuschließen, oder aber ihr Werk in Eigenregie als E-Book oder im Internet frei zugänglich (ggfs. unter einer Creative-Commons-Lizenz) herauszubringen. Privatleute, die abgemahnt werden, sehen sich mit der Forderung konfrontiert, ob sie eine Unterlassungserklärung abgeben und Schadensersatzforderungen erfüllen müssen.

Urheberrechtliche Fragen betreffen auch Bibliotheken, Museen und Archive. Will z.B. eine Bibliothek ihre Bestände für ein Digitalisierungsprojekt nutzen – oder Werke aus dem Internet in ihren Bestand aufnehmen -, muss entschieden werden, ob und wie dies rechtssicher umgesetzt werden kann. 

Entwickler von neuen Techniken im Internet wie Aggregatoren, Internetplattformen etc. brauchen Beratung, wie sie die technischen Möglichkeiten nutzen und ihre unternehmerischen Ideen umsetzen können.

Was sind die Ziele anwaltlicher Tätigkeit im Urheberrecht?

  • Die rechtliche Begleitung neuer Geschäftsmodelle
  • Die Erwirtschaftung von Einnahmen und Vergütungen
  • Den Schutz der künstlerischen Freiheit
  • Die Sicherung der Persönlichkeitsrechte und des Renommées
  • Die Ermöglichung und Gewährleistung des freien Zugangs zu Wissen
  • Die Bewahrung des kulturellen Erbes und der persönlichen Freiheiten.

Rechtsanwalt für das Rechtsgebiet Urheberrecht:

Dr. Steffen Albrecht, Rechtsanwalt, Stuttgart